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Erste Ostblock-Mannschaft mit Trikotwerbung

8. Januar 1987


Der Münchner Commodore-Cup, der als Einladungsturnier des FC Bayern in den Jahren 1986 bis 1989 in der Münchner Olympiahalle stattfand war in der 1987er-Ausgabe (5.+6. Januar) mit den Mannschaften des FC Tirol, Dynamo Kiew, Ajax Amsterdam, Nottingham Forest, Galatasaray Istanbul, VfB Stuttgart und dem TSV 1860 München bunt besetzt. 22000 Zuschauer an beiden Turniertagen waren aus dem Häuschen, bot der Commodore-Cup mit seiner Mischung aus Superstars auch rassigen Hallenfussball und 97 Tore in 16 Spielen.


Der FC Bayern war als Titelverteidiger angetreten und mit präsentierte sich mit 3 Siegen in der Gruppenphase auch so. In den Spielen gegen Galatasaray Istanbul (4:2), den Blauen (4:2) und Nottingham Forest (5:1) pflügte man sich durch die Vorrunde.


Im Endspiel gegen das Team von Dynamo Kiew um die beiden ehemaligen "Europas Fussballer des Jahres" Belanov und Blochin dem frischgebackenen UdSSr-Meister führte man mit 3:1. Man schaffte es aber nicht den Vorsprung über die Zeit zu retten und unterlag in einer dramatischen Schlussphase noch mit 3:5.

Die Ukrainer, die normalerweise ohne Brustwerbung spielen, wurden von den Bayern in Commodore Trikots gesteckt. Erstmals lief eine Ostblock-Mannschaft mit einem Schriftzug auf der Brust auf. Doch der Vertrag galt (vorerst) nur für das Münchner Turnier.

Denn noch am Turniersonntag hatten die Bayern für eine Prämie von 30.000 D-Mark ein Freundschaftsspiel für den darauffolgenden Donnerstag vereinbart.

Dieses Mal konnten die Bayern einen 3:2 Sieg durch Tore von Hoeneß, Pflügler und Brehme einfahren, jedoch aber rote Zahlen.


Denn der Thermometer zeigte an dem Abend minus 15 Grad, was nur 2500 Zuschauer ins Münchner Olympiastadion lockte. Die Belohnung des FC Bayern: Die 2500 Fans durften die Kiew-Karte in ein Ticket für das darauffolgende Bundesligaheimspiel gegen Fortuna Düsseldorf eintauschen.

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