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1996-12


Trikot von Dietmar Hamann.

Es wurde am 16.04.1996 beim UEFA Cup Halbfinale

FC Barcelona - FC Bayern München 1:2 getragen.

Das Trikot stammt aus der Sammlung von Dietmar Hamann. Das Trikot kam in der Variante mit den kurzen Ärmeln kein weiteres Mal zum Einsatz. Mit langen Ärmeln wurde damit gegen Nottingham gespielt, weshalb es in Sammlerkreisen den Namen "Nottingham-Trikot" bekommen hat.



Bilder aus dem Spiel

Presse

Das Wunder von Barcelona

Der FC Barcelona begann gegenüber der Anfangsformation im Hinspiel mit fünf anderen Spielern. In die Abwehrreihe rückten Nadal und Sergi (beide in der ersten Begegnung gesperrt), im Mittelfeld spielte Bakero, in München in der Spitze, diesmal zentral offensiv; dahinter Popescu in der Defensivzentrale; auf der rechten Seite Amor (statt des verletzten Celades) und Roger links (wie in München). Vom Angriff des HinSsiels blieb nur Figo, diesmal als Rechtsausen. Jordi Cruyff ersetzte den muskelverletzten Oscar, der wuchtige Kodro den ebenfalls angeschlagenen Hagi.

Beim FC Bayern vertrat Helmer den nicht hundertprozentig einsatzfähigen Libero Matthäus, Babbel (im Hinspiel im rechten Mittelfeld) verteidigte rechte, Kreuzer rutschte in die Mitte. Aus dem Mittelfeld wich Herzog, die Zentrale besetzte Sforza. Das Sechser-Mittelfeld komplettierte Witeczek, Klinsmann war einsame Spitze.

Im Gegensatz zum Hinspiel» in dem die Spanier sehr flexibel zwischen Mittelfeld und Angriff rochierten, spielten sie diesmal ziemlich starr. Die drei Spitzen hielten ihre Positionen, erst nach der Pause tauschten Kodro und Cruyff die Plätze. Auch im Mittelfeld und in der Dreierdeckung war das Barca-Schema klar ersichtlich, die Bayern konnten sich so problemlos ihren jeweiligen Gegenspielern zuordnen.

In der Offensive variierten die Münchner permanent Scholl kam vor der Pause aus der rechten Halbposition, tat aber zu wenig; den Raum auf der rechten Außenseite nutzten der starke Hamann und auch Verteidiger Babbel, entscheidend bei der 1:0-Führung. Auch der ungemein eifrige Witeczek ließ sich immer wieder zurückfallen, nach der Pause notgedrungen, um die rechte Angriffsseite Barcas abzuschirmen. Klinsmann mühte sich vorne als Anspielstation. In der zweiten Halbzeit blieb Scholl auf dem rechten Flügel und hatte überragende Szenen beim Spiel eins gegen eins.

Die gesamte Münchner Mannschaft stand sehr kompakt; vor dem sicheren Kahn bestach Helmer mit gutem Stellungsspiel in der Defensivarbeit Die .Decker und Mittelfeldspieler zogen sich vor dem Strafraum zu einem engmaschigen Netz zusammen. Heikel wurde es nur, wenn der ungemein starke Dribbler Figo loszog.

Insgesamt wirkte Barca nicht frisch, den Pässen fehlte die entscheidende Präzision, zudem wurde De la Pena zu spät eingewechselt. Die Bayern hatten aus dem Hinspiel gelernt, sie attackierten früh und aggressiv, erstickten damit der Barcelonesen Bemühungen um ihren sicheren und sehenswerten Kombinationsfußball.


Video

Das vollständige Spiel befindet sich in meiner Videosammlung. Hier ein Ausschnitt.


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